VSV Grün-Weiß Dresden Coschütz II feiert gelungenen Saisonabschluss

Letzter Spieltag der Saison für uns – da wollten wir nochmal richtig Spaß haben und konnten beim gemeinsamen Abschlussspieltag in der Sporthalle Gymnasium Bürgerwiese mit einer fast kompletten Mannschaft in Bestbesetzung aufschlagen.

Als um 14 Uhr dann drei Spiele angepfiffen wurden, standen wir leider noch nicht auf dem Feld, denn wir hatten die Ehre im ersten Spiel zu Pfeifen. Für das Schiedsgericht um Jojo und Ilse war das Spiel zwischen TuR Dresden und Pirna-Copitz ohne größere Aufreger kein Problem. In einem schlichten Spiel in dem keine Mannschaft wirklich überzeugen konnte, setzte sich der Sportverein aus dem ehemaligen VEB Transformatoren- und Röntgenwerk mit 3:1 gegen den Verein aus Pirna-Copitz durch. Nach zwei relativ deutlich gewonnen Sätzen, musste der verletzungsgeschwächte SV TuR dann den dritten abgeben und bestätigte somit längst vermutetes: Jojo schafft es einfach viel zu selten, ein 3:0 zu pfeifen. Den nächsten Satz konnte sich dann Pirna jedoch nicht sichern und so gewann TuR 3:1.

Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich bei Ilse Pfannenberg. Du hast uns die ganze Saison über im Schiedsgericht und bei den restlichen Spielen auf der Bank unterstützt und uns deine Zeit geopfert. Wie versprochen, haben wir uns jetzt mittlerweile (ja doch so schnell) um eigene mehr oder weniger fähige Schiedsrichter gekümmert und können nun ab der neuen Saison aus unseren Reihen ein komplettes Schiedsgericht stellen. Eingeladen bist du natürlich trotzdem zu jedem Spiel.

Spiel gegen SV TuR Dresden

Nun aber mal zum eigentlichen Spielbericht unserer Spiele. Im ersten Spiel ging es für uns gegen den SV TuR Dresden. Mit Blick auf das Hinspiel wussten wir, dass wir TuR trotz der Tabellenposition nicht unterschätzen dürfen. In einem knappen Spiel konnten wir damals erst im Tie-Break den Sieg einfahren. Diesmal jedoch hatten wir Bock. Mit Jojo, Robbie, Matze, Simon, Georg und Kevin ließ Trainer Veikko Hecht einen eingespielten Sechser beginnen. Als Libero stand Wulle bereit.

Der erste Satz blieb lange Zeit ausgeglichen. Wir konnten nie eindeutig die Oberhand gewinnen, der „Heimmannschaft“ gelang es immer wieder, dran zu bleiben (5:5, 13:13, 22:22). In der Crunchtime des Satzes behielten wir dann aber die Nerven, konnten die letzten drei Punkte machen und mit 1:0 nach Sätzen in Führung gehen (25:22).

In bekannter Arbeitsteilung begannen wir den zweiten Satz mit Erik für Kevin auf Außen. Schnell konnten wir uns eine gute Führung erspielen (4:1, 10:6). Ob es nun unsere Unaufmerksamkeit oder die Qualität von TuR war, feststeht, wir mussten leider erst den Ausgleich und dann sogar den Rückstand hinnehmen (14:14, 15:18). Nach einer Auszeit und einem Wechsel auf Außen gelang es uns aber, TuR wieder einzufangen und einen engen Satz letztlich in unsere Richtung zu drehen (19:19, 22:21, 25:22).

Auch der dritte Satz begann wieder ausgeglichen und konnte einige Führungswechsel aufweisen. Richtig absetzen konnte sich auch hier anfangs wieder keine der beiden Mannschaften (3:4, 6:5). Erst Mitte des Satzes gelang es uns, unseren Angriff konsequenter durchzubringen und ein wenig davonzuziehen (16:11, 19:14). Diagonalangreifer Simon resümiert: „Gegen TuR hatten die Zuschauer viel zu gucken. Lange Ballwechsel mit Siegern auf beiden Seiten, super gute Feldabwehr und Sicherung und wie immer Zuckerangriffe von Matze.“

 

 

 

 

 

Mehr oder weniger souverän konnten wir diesen Vorsprung bis zum letzten Aufschlag halten. Wir schlugen SV TuR Dresden in einem engen Spiel mit 3:0. Eine große Hilfe auf diesem Weg waren unsere Fans auf der Tribüne, die uns super unterstützt haben. Jeden Gesang der vom Feld kam, haben sie lautstark begleitet und so dieses Spiel für uns zu einem Heimspiel gemacht. Danke dafür, es war uns echt eine Freude!

Spiel gegen Pirna-Copitz

18:14 Uhr – Aufschlag zum letzten Spiel der Saison. Begonnen haben wir wie im ersten Satz im Spiel gegen TuR, nur auf der Zuspielposition durfte dieses Mal Justus ran und zeigen was er kann. Man kann sagen, dass sich kein anderer Wechsel auf das Spiel einer Mannschaft so stark auswirkt, wie auf dieser Position. Wir begannen das Spiel dann auch ganz ordentlich, leider aber auch nicht viel mehr. Lange blieben wir punktetechnisch auf einem Niveau mit den Jungs von Pirna-Copitz (9:6, 16:16). Was uns im ersten Satz des Nachmittags noch gelungen ist, mussten wir dieses Mal von der anderen Seite erleben. Nach einem im Satzverlauf späten Gleichstand haben wir mehrere Punkte am Stück abgegeben und mussten uns zunächst einem Satzrückstand gegenübersehen (20:20, 22:25).

Ärgerlich, hatten wir doch gehofft, in diesem Spiel vermeintlichen Ersatzspielern mehr Spielzeit zu verschaffen. Aber so mussten wir erstmal den verlorenen Satz wieder ausbügeln. Also kam für diesen Satz unser Kapitän wieder für Justus aufs Feld, an dem es aber ausdrücklich nicht alleine gelegen hat, dass wir den ersten Satz verloren haben. Das war eine Teamleistung, wie man so schön sagt.

Richtig dominieren konnten wir diesen Satz dann aber auch nicht, wir haben die Bälle nicht tot bekommen (12:12). Die Annahme war zwar in Ordnung, aber wie im Satz davor haben wir im Angriff häufig nicht mit der letzten Durchschlagskraft agieren können. Auch die Aufschläge waren den ganzen Tag über schon mit zu wenig Druck und Präzision geschlagen. Wie so oft: Ausnahmen bestätigen die Regel. Eine wunderbare Aufschlagserie von Jojo war es dann, die uns einige Punkte von Pirna wegbrachte (17:12). Immer noch nicht ganz zufriedenstellend spielten wir diesen Satz dann doch noch enger als nötig zu Ende (25:23). Aber egal, Satzausgleich. Nach dem Wie fragt hinterher keiner. Ok, drei Euro ins Phrasenschwein und angemerkt hat es der Trainer auch im nächsten Training.

Satz Nummer sechs an diesem Abend. Da wir noch mindestens zwei Sätze vor uns hatten, verteilte der Trainer Verschnaufpausen. Erik und Maximilian kommen für Robbie und Simon auf Mitte bzw. Diagonal. Leider konnten wir unser unsauberes Spiel auf diesem Weg so auch nicht deutlich verbessern. Symptomatisch dafür stehen einige Dankeballsituationen die wir viel zu selten in einen direkten Punktgewinn ummünzen konnten. Auch die Annahme kam nicht mehr so konsequent nach vorne, wie noch zu Beginn des Nachmittages und so mussten bestimmt zwei von drei Bälle über Außen angegriffen werden. Da lässt dann auch irgendwann die Kraft und die Konzentration nach. Folgerichtig ging der Satz mit 25:23 an Pirna-Copitz.

Beim Seitenwechsel waren wir natürlich alle unzufrieden. Eigentlich konnte in dem Satz niemand wirklich überzeugen. Dazu Erik: „Schwach begonnen und stark nachgelassen. Wir konnten einem Gegner, der nichts mehr zu verlieren hatte, nicht mehr unser Spiel aufzwingen.“ Wir waren sauer auf uns selber. Wir schaffen es einfach viel zu selten, diese Spiele als vermeintlicher Favorit souverän und ungefährdet runterzuspielen.

Verlieren wollten wir aber auf keinen Fall. Also mussten wir uns steigern. Um im angestrebten Tie-Break volle Kräfte aufbieten zu können, wechselte Veikko nochmals durch. Simon kam wieder als Diagonal aufs Feld, dafür rutschte Max für Kevin auf Außen. Robbie kam zurück, Erik ersetzte dafür Georg, der bis zu diesem Zeitpunkt als einziger bei jedem Ballwechsel auf dem Feld stand. Erik war es auch, der uns mit einer netten Aufschlagserie gepaart mit einer guten Blockarbeit am Netz, schnell von Pirna wegbrachte (9:2). Vielleicht haben wir den Satz schon zu früh abgehakt – das würde auch die vielen gelegten Bälle erklären, die wir in dieser Phase reinfallen lassen haben – auf jeden Fall kam uns Pirna am Ende nochmal zu nah. Mit 25:22 konnten wir uns dann aber die Chance auf den Sieg wahren.

Also Tie-Break. Um 20.00 Uhr. Aber wir hatten ja sonst nichts mehr vor. Begonnen haben wir im 14.00-Uhr-Sechser – und endlich mal Nervenstärke bewiesen. Ohne auch nur einmal zurückzuliegen, konnten wir uns diesen Entscheidungssatz und so auch den Sieg im letzten Spiel der Saison sichern (15:12). Besonders schön anzusehen war der, Zitat vom Trainer, „beste schlechteste Bagger den Georg bisher gemacht hat.“ Zum Glück durfte er sich im Satz zuvor nicht allzu lange ausruhen. Denn so fehlte ihm das kleine Bisschen an Spritzigkeit, um den Ball noch zu erreichen, der dann doch weit im Aus landete. Wir standen also nach 1h 59 min in diesem zähen Volleyballspiel gegen den VfL Pirna-Copitz 07 II als Sieger fest.

Simon gab hinterher kritisch zu Protokoll: „Das Pirna-Spiel war nicht so schön anzusehen. Die Annahme war schwammig und wir hatten zu viele Bälle, die es nach dem Zuspiel nicht übers Netz oder ins gegnerische Feld geschafft haben. In der Angriffssicherung nicht aufmerksam und konsequent genug – so verliert man zwei Sätze gegen Pirna auch verdient.“ Am Ende waren wir dann aber doch glücklich, dass wir dieses Spiel gewinnen konnten. Auch wenn wir teilweise kein gutes Volleyball gezeigt haben, konnten wir das Ruder noch rumreißen und das Spiel zu unseren Gunsten entscheiden.

 

 

 

 

 

Saisonfazit

Wir möchten uns bei den Jungs von TuR und Pirna-Copitz bedanken. Es waren echt schöne Spiele diese Saison und wir freuen uns jetzt schon drauf, uns mit euch in der nächsten Saison wieder duellieren zu dürfen.

An dieser Stelle liegt es dann wohl an mir, ein Fazit zur abgelaufenen Spielzeit zu ziehen. Ich finde, wir haben eine super Saison gespielt. Als Aufsteiger Platz 4 zu erreichen, damit haben wir im letzten Sommer nicht gerechnet. Unser Ziel war klar, wir wollten mit dem Abstieg nichts zu tun haben und genau das hatten wir auch zu keinem Zeitpunkt der Saison. Natürlich lag das auch an unserem guten Start, aber trotzdem können wir stolz darauf sein, weder einen der acht Spieltage noch ein Duell mit einer Mannschaft mit null Punkten abgeschlossen zu haben. Damit haben wir sicherlich auch die eine oder andere Mannschaft überrascht, die uns auch am vorletzten Spieltag noch nicht als schweren Gegner betrachtet haben. Grüße gehen raus in die Sächsische Schweiz.

Wir wissen natürlich auch, dass wir taktisch noch Verbesserungspotenzial haben. Annahme, Zuspiel, Angriff, Punkt kann nicht immer unser Plan sein, damit werden wir uns in der nächsten Saison nicht auf eine Top-Platzierung verbessern können. Neben einem Athletiktraining wird das ein Schwerpunkt für das Training bis zum Saisonbeginn sein. Damit wird sich hoffentlich auch das Selbstverständnis einstellen, um einen Spieltag wie diesen auch mal in nur sechs Sätzen zu beenden.

Die beiden Teams gegen die wir zweimal verloren haben, stehen nicht zu Unrecht ganz oben. Gratulation zur Meisterschaft an den VC Dresden V. Die entziehen sich also der Revanche in der nächsten Saison, an der aber der Vf Ethos Riesa I nicht vorbeikommen wird. Wir sind heiß und konnten schon zwei Neuzugänge verpflichten. Dazu kommt Lucas aus seinem Jahr in Amerika wieder. Also kann es in meinen Augen in der kommenden Saison nur ein klares Ziel geben: #MissionAufstieg.

Besonders freuen wir uns auch auf unsere Fans in der nächsten Spielzeit. Diese Saison wart ihr echt ein großer Rückhalt für uns. So ein Schuss extra Motivation tut uns gut. Danke!

Danken möchte ich auch im Namen der Mannschaft unserem Trainer Veikko Hecht für die Arbeit in der Saison. Genauso wie Gerd Kitzrow der zwischendurch so spontan einspringen konnte. Wir haben es euch wahrscheinlich auch nicht immer leicht gemacht, aber, das kann ich versprechen, das wird sich wahrscheinlich nicht ändern 😉

Nun wünsche ich euch allen einen schönen Sommer. Vielleicht sieht man sich ja im Sand. 😎

 

Statistik:

SV TuR Dresden – VSV GW Dresden-Coschütz II 0:3 (22:25, 22:25, 20:25)

VfL Pirna-Copitz 07 II – VSV GW Dresden-Coschütz II 2:3 (25:22, 23:25, 25:23, 22:25, 12:15)

VSV GW Dresden-Coschütz II: Matthias Bretschneider, Michél Böhnisch (L), Erik Freyer, Georg Gallenmüller, Johannes Fröbel (C), Justus Czarnikow, Robert Freytag, Simon Kerner, Fabian Heinek, Maximilian Trauer, Kevin Wicklein, Veikko Hecht (Trainer)

Text: Kevin Wicklein Fotos: Maximilian Trauer, Johannes Fröbel

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